Samstag, 24. Januar 2015

Thanksgiving, Christmas, Happy New Year, Finals, My Birthday, It's About Time, 2nd Semester, Model UN, Disney

 


Austauschjahr 2014/2015 - Henry Goes USA  #9                                                      25.01.15

Die Einleitung lass' ich jetzt mal sein...
Ich weiss nicht warum die Textfarbe im letzten Eintrag so komisch ist und ich weiss nicht wie ich das wieder normal herstellen kann. Vielleicht kann einer von euch mir helfen? 

HOWEVER, darum geht es ja auch gar nicht. 
Jaha, denn ich bin BACK! Kaum zu glauben sowas. Dieser Henry.... ueberrascht immer und immer wieder...
Die letzten Monate habe ich mir einfach ein "bisschen" Zeit genommen und nicht viel von mir hoeren lassen. Zum einem gab es sehr viele Feiertage, zum anderen war ich einfach nicht motiviert. Mir geht es super und alles ist perfekt, nur hatte ich keinen Drang mich anderen mitzuteilen. Na ja, das hat sich jetzt aber geaendert und ich muss sehr viel nachholen. Sicherlich, es ist viel passiert! In Zukunft werde ich versuchen mind. 1x pro Monat etwas zu posten. Wenn nicht, erinnert mich daran!

Ach herje, wo fang ich bloss an. Erstmal etwas zum nachdenken schreiben.  

Ja, das ist das Problem wenn man Dinge aufschiebt. Man verliert die Kontrolle. (Henry Uzulis, 2015) Wie ironisch...

Am 27.11.14 haben wir Thanksgiving gefeiert. Darauf habe ich mich total gefreut, denn in Deutschland hoert man immer mal wieder davon, aber richtig feiern tut das niemand. Klar, ist auch ein amerikanischer Feiertag und kein deutscher. Trotzdem wollte ich schon immer wissen was man denn genau macht. Die Kurfassung: essen, schlafen, essen, schlafen... Ihr koennt diese Sequenz beliebig oft wiederholen. Da ist also fuer jeden etwas dabei. Aber im ernst, ich war noch nie in meinem Leben so voll. Deswegen muss man auch so viel schlafen. Alle unsere Verwandten im Umkreis sind gekommen. Also eine Schwester von meiner Gastmutter und ihre Familie. Dazu ist noch der Bruder von meinem Gastvater aus Kalifornien angereist. Wir waren eine tolle Gruppe und hatten viel Spass. Das Essen wurde schon frueh vorbereitet, damit es rechtzeitig auf dem Tisch war. Natuerlich gab es Truthahn. Das war dann aber auch das Einzige von dem ich vorher wusste. Dazu gab es Brot, Kartoffelbrei, normale Kartoffeln, Bohnen, Auflauf, Salate und viele verschiedene Sossen. Alles hat super geschmeckt und danach war ich einfach nur K.O, genau wie jeder andere auch. Der Kamin war an und alle haben sich einfach einen ruhigen Ort gesucht. Ich kann euch sagen, das war das beste Nickerchen. Ever. Mit vollem Bauch neben einen warmen Kamin einzuschlafen ist einfach nur genial. Der einzige Nachteil an diesem Fest ist, dass man fuer die darauffolgenden Wochen nur eines isst: Truthahn. Truthahnsalat, Truthahnsandwiches, Truthahnsuppe... alles war dabei. Ich kann's echt nicht mehr sehen. Mhh, bis zum naechsten Jahr! Der Freitag nach Thanksgiving ist Black Friday. Viele Sachen werden guenstig verkauft und dieser Tag ist ideal um einzukaufen. Wir, jedoch nicht alle, sind nach Chicago gefahren. Das ist Familientradition! Ich musste erstmal beruhigt werden als ich davon gehoert habe. In den Nachrichten hoert man immer von Leuten die wegen einem Toaster bei Walmart zu Tode getrampelt werden. Und wir fahren nach Chicago? Na toll. Letztendlich bin ich aber mitgekommen. Wegen ein bisschen "Todesangst" laesst man sich doch nicht seinen Tag versauen, oder? Und da es Tradition ist, habe ich einfach mal vertraut. Frueh am Morgen sind wir losgefahren, um noch einen Parkplatz zu bekommen. Alle waren ueberrascht, denn es war wirklich nicht voll. Immerhin waren wir auf der Haupteinkaufsstrasse, da habe ich schon ein bisschen mehr erwartet. Natuerlich waren wir nicht die einzigen, aber schlimm war es auch nicht. Wir hatten einen super Tag und ich habe Schals (?) fuer den halben Preis bekommen, also hat sich der Tag eh gelohnt. 
Zwischen Thanksgiving und Weihnachten ist eigenlich nicht so viel passiert. Alltag nennt man so etwas. Ich hatte gute und schlechte Tage (in der Schule), so wie jeder andere auch. Ich habe mich daran gewoehnt hier zu sein. So langsam kam dann die Weihnachtszeit. Wir haben geschmueckt wie die Verrueckten, aber das Ergebnis konnte sich sehen lassen. Die Tage wurden dunkler und dunkler und wir hatten leider keinen Schnee. Selbst in Indiana kann man nicht auf weisse Weihnachten hoffen? Zu diesem wichtigen Fest habe ich endlich meine neuen Schwestern kennengelernt. Leeann und Christy sind aus Los Angeles angereist und Julia kam aus Orlando. Alle sind erwachsen und arbeiten - mehr oder weniger - schon. Zwei Wochen mit ihnen war mir dann aber doch genug und ich bin froh einen Bruder zu haben. Ich hoffe das kam nicht ganz so boese wie ich es eigentlich meine. Jedenfalls sind diesmal beide Schwestern von meiner Gastmutter mit ihren Familien gekommen. Dazu kam Alexander zu Besuch, der deutsche Austauschschueler der vor zwei Jahren hier war. Also insgesamt sechs Eltern, sieben Kinder und drei Austauschschueler. Das Haus war VOLL! Am Morgen des 25.12.14 gab es nur wenig Geschenke. Zu diesem Zeitpunkt haben Julia und Karen's Schwestern gefehlt. Ein paar Tage spaeter ist Julia dann gekommen und wir hatten unsere erste Bescherung. Ich habe wirklich tolle Dinge bekommen und wir hatten eine tolle Zeit. Wieder ein paar Tage spaeter waren wir dann die besagte Anzahl an Personen und wieder gab es Bescherung. Und wieder habe ich tolle Dinge bekommen (schokoladenueberzogene chips) und wir hatten eine tolle Zeit, wer haette es gedacht. Aber wirklich, es war einfach schoen die ganze Familie 2.0 auf einem Fleck zu sehen. Einfach dieser Gedanke, dass ich all diese Menschen Familie nennen darf ist unbeschreiblich. Es bringt mich zum nachdenken was Familie eigentlich bedeutet. Koennen Eltern nur Menschen sein die dich auf die Welt gebracht haben? In keinem Fall ist dies eine Abstufung meiner richtigen Eltern, eher ein neuer Denkansatz fuer mich und vielleicht fuer euch. 
Silvester haben wir in der Kirche verbracht. Es gab eine kleine Feier, wirklich nichts besonderes. Leider ist Silvester nicht wirklich wichtig hier. Viele Leute gehen vor Mitternacht schlafen und gefeiert wird nicht. Das Feuerwerk war auch nicht wirklich da. Wahrscheinlich war dieser Tag der Tag, der mich am meisten enttaeuscht hat. Meine Erwartungen waren wahrscheinlich zu hoch. Dennoch hat es jeder erfolgreich ins Jahr 2015 geschafft. Dann hat es angefanen zu schneien und kalt zu werden. Toll, jetzt brauchte ich das auch nicht mehr...
Alle zwei Jahre werden professionelle Familienfotos gemacht. So auch dieses Jahr. Diese Fotos finden dann einen besonderen Platz im Haus. Eine super Tradition und ich glaube sie sehen sogar ganz gut aus. Demnaechst werde ich mein Album auf Facebook aktualisieren, wenn wir diese Fotos bekommen. Das sollte hoffentlich bald geschehen. 
So langsam kommen wir mehr und mehr in die Gegenwart. Endlich!
Nach Silvester ging es in der Schule schnell voran. Finals standen an. Das sind grosse Abschlusstests die nach jedem Semster geschrieben werden. Man hat 75 Minuten Zeit, wobei der Umfang des Tests vom Lehrer abhaengt. Die meisten sind aber 100 Fragen lang. Ankreuzen, selbstverstaendlich. Damit man nicht alle Finals an einem Tag schreiben muss, wurden sie auf drei Tage verteilt. So hatten wir zwei Finals am Mittwoch, zwei weitere am Donnerstag und drei am Freitag. Insgesamt bin ich mit meinen Noten sehr zufrieden. Ich hatte nur A's und B's, was ueber dem Durchschnitt ist. Mit den normalen Noten zusammengerechnet werde ich hauptsaechlich A+ und A haben. Mit den Finals wurde das 1. Semester abgeschlossen. Wir hatten ein langes Wochenende (drei Tage) und das 2. Semester fing an. Mein neuer Stundenplan sieht nun wie folgt aus:

1. Preparation for College and Careers 
2. Creative Writing
3. Government
Lunch
4. AP Psychology
5. Study Hall 
6. Interpersonal Relations
7. Themes in Literature 

Wieder habe ich die Chance genutzt, weder Mathe noch Naturwissenschaften zu nehmen. Davon braucht man echt mal 'ne Pause. Und wieder habe ich Faecher genommen, die es so in Deutschland nicht gibt, damit ich so viel wie moeglich mitnehmen kann. Besonders freue ich mich auf Creative Writing, da ich endlich an meinen Gedichten weiterarbeiten kann und mich verbessern kann. Es hilft auch kreativ zu bleiben und neue Techniken auszuprobieren. Uns bis jetzt sieht es sehr vielversprechend aus. In College and Careers werden verschieden Studiengaenge und Berufe vorgestellt. Sowohl bekannte als auch unbekannte Berufe werden besprochen und vielleicht werde ich etwas interessantes finden. Apropos Berufe, letztes Semester hatte ich Psychology als Fach. Es hat mich super interessiert und das tut es auch immer noch. Deswegen habe ich Psychology dieses Semster noch einmal genommen, nur diesmal schwerer. Advanced Placement (AP) heisst, dass alles ein bisschen schneller geht, mehr Tests geschrieben werden und alles intensiver behandelt wird. Im Grunde genommen ist der Stoff aber derselbe. Ich sehe diese Moeglichkeit als Herausforderung und ich werde Psychologie als Studiengang auf jeden Fall in Betracht ziehen. Insgesamt fokussiere ich mich dieses Semester auf lesen und schreiben, was meine Englischkenntenisse weiter voranbringen wird. 
Vor ein paar Tagen hatte ich meinen 17. Geburtstag. Somit habe ich 17 Jahre ueberlebt. Meines Wissens nach bin ich bis jetzt unsterblich. Es gab Kuchen und ein paar Geschenke. Wirklich nichts grosses. Ich war aber total zufrieden damit. In der Schule haben meine Freunde eine Ansage arrangiert und mir alles Gute gewuenscht. Es ist jetzt Ende Januar. Ich werde vorraussichtlich am 30. Juni wieder nach Deutschland fliegen. Das heisst: Halbzeit! Mir bleiben also noch 5 Monate und ich moechte diese nutzen so viel ich kann. Ich habe mir hier ein zweites Leben aufgebaut und ich liebe es. 
Was passiert also in der Zukunft? 
In zwei Wochen fahren Harry und ich fuer drei Tage nach Chicago. Ich habe schon von Model The UN erzaehlt. Das ist ein internationales treffen an dem, nun ja, Schueler die United Nations nachspielen. Was uns genau erwartet ist mir noch unklar. Ich glaube das ist eine gute Moeglichkeit neue Leute kennenzulernen und allgemein viel zu lernen. Gleich danach machen wir erstmal Urlaub. Wohin? DISNEYWORLD!!! Wir fahren fuer mehrere Tage nach Orlando, Florida zu Julia. Sie arbeitet naemlich fuer Disney. Aus der Kaelte raus und ein bisschen Sonne geniessen tut bestimmt ganz gut. Endlich kann meine Badehose auch ihren Nutzen erfuellen. 

Das war's dann erstmal wieder von mir. Ich hoffe ihr hattet Spass beim lesen und beim naechsten Mal erzaehle ich ueber Model UN und Orlando! Bis dahin!
Henry