Sonntag, 8. März 2015



7 Monate, Model UN, Disneyworld

Austauschjahr 2014/ 2015 - Henry Goes USA #10                                                         08.03.15

Da bin ich wieder!
Es ist mehr oder weniger wenig passiert in den letzten Wochen. Grosse Ereignisse waren auf jeden Fall Model UN in Chicago und unser Urlaub in Orlando, Florida. Ansonsten werde ich einfach ueber alltaegliches sprechen.

Aber zuerst, genau seit heute bin ich sieben Monate hier in den USA. Time flies. Fuer mich ist das irre. Das heisst ein Schuljahr ist fast schon wieder um. Ich muss sagen, fuer mich verging die Zeit super schnell, woran liegt das wohl? Rueckblickend fuehlt es sich jedoch eher als zwei Monate an. Worte koennen gar nicht beschreiben was ich alles in dieser Zeit gelernt, erlebt und gefuehlt habe. Ich bin sehr froh, dass ich noch drei weitere Monate hier verbringen darf. Jetzt weiss ich, dass jeder einzelne Tag kostbar ist. Ueber diese Zeitspanne habe ich mir ein zweites Leben aufgebaut, ein Leben welches ich so nie wieder haben werde. Schon am 30.06.15 geht mein Flieger zurueck.

Wie angesagt, Ende Januar waren Harry und ich in Chicago fuer Model the UN. Als Erinnerung, The University of Chicago organisiert dieses Ereignis schon seit ueber 20 Jahren oder so. Ueber 2000 Schueler kommen vor allem aus den USA, aber es waren auch sehr viele aus China dabei. Im voraus wurden den verschiedenen Schulen Organisationen und Laender zugeteilt, die in der UN vertreten sind. Ungluecklicherweise haben Harry und ich die Afrikanische Union und Malawi abbekommen. Ich kannte weder die AU, noch Malawi... So wurden wir zwei Abgeordnete aus diesem Land. Es werden immer zwei Themen fuer jedes Komitee vorgeschlagen. In unserem Fall war unser Komitee die Afrikanische Union. Thema A war "Intervention in Africa" und Thema B war "Opportunities for Youth." Zu diesen Themen muss jedes Land eine Stellungnahme schreiben. Da war zwei Abgeordnete waren, habe ich Thema B uebernommen und Harry Thema A. An sich muss man nur eine Seite ueber dieses Thema schreiben, einfach was das Land ueber diese Problematik zu sagen haette. Diese wurden dann eingesendet. Das geschah alles vor dem eigentliche Treffen. An einem Freitag ging es dann nach der 3. Stunde los. In einem Schulbus nach Chicago zu fahren ist jetzt nicht gerade bequem und wir haben mindenstens eine Stunde laenger gebraucht als normalerweise, aber so ist das. Das ganze Treffen fand in einem Hotel in downtown Chicago statt. Die Lage war perfekt und das Hotel natuerlich riesig. Leider waren unsere Zimmer noch nicht fertig und wir mussten ein paar Stunden totschlagen. Am Nachmittag konnten wir erst unsere Zimmer beziehen. Das Hotel an sich ist sehr schoen, die Zimmer aber eher mittelmaessig. Dann hatten wir wieder ein paar Stunden freie Zeit. Erst um 19:00 war Eroeffnungszeremonie. Alle 2000 Schueler waren in einem riesegen Saal und wurden eingewiesen. Sofort danach hatten wir unsere erste Sitzung. Jeder ist in sein Komitee gegangen. Die Groesse jedes Komitees war sehr unterschiedlich. So hatte die Afrikanische Union 50 Abgeordnete, aber andere Komitees 300. Am Anfang haben wir versucht uns ein bisschen kennenzulernen und ich habe tolle Leute getroffen. An diesem Abend haben wir darueber abgestimmt, welches Thema wir ueber das Wochende bearbeiten werden. Denn Zeit gibts es nur fuer eins. Ich haette nie gedacht, dass man vier Stunden darueber abstimmen kann, welches Thema denn besprochen wird, aber das ist was passiert ist. Nach vier Stunden haben wir uns dann fuer Thema A entschieden. Das war fuer mich ein relativ grosses Problem, denn ich habe mich ja auf Thema B vorbereitet. Nun hatte ich keine Ahnung, was ich denn ueber Thema A sagen koennte. Der erste Tag war erst um Mitternacht vorbei. Das ist auch ein sehr grosser Kritikpunkt. An dem Tag mussten wir noch fuer die ersten drei Stunden in die Schule, das heisst, dass ich um 6 aufgestanden bin und ich konnte erst um 1 Uhr morgens ins Bett gehen. Klar, das machen Schueler die ganze Zeit, aber reisen und die anstregende 4-Stunden Sitzung machen einfach muede. Am naechsten Tag fand die erste Sitzung auch um 9 wieder an. Da wir im Hotel nicht fuer Fruehstueck oder Abendessen bezahlt haben, mussten wir uns anderswo versorgen. Das heisst, ich musste um 7 aufgestanden um mir noch Fruehstueck kaufen zu koennen. An diesem Tag hatten wir zwei Sitzungen, wieder jeweils vier Stunden lang und eine Mittagspause dazwischen. Unser Thema war also Invervention in Africa, also wie die Afrikanische Union denn auf Krisen in einem afrikanischen Land reagieren sollte. Das Ziel war dann am Ende einen Entschluss zu fassen, mit dem jedes Land zufrieden ist. Oh man, ich hatte ja keine Ahnung wie anstrenged das sein sollte. Irgendwie haben sich dann zwei Gruppen gebildet, die unterschiedliche Meinung hatten, wie wir denn auf Krisen reagieren sollten. Ganze drei Sitzungen aka 12 Stunden hatten wir einen kleinen Krieg zwischen den Gruppen, der einfach nur sinnlos und unnoetig war. Irgendwie konnten wir uns dann doch einigen und am letzten Tag haben wir unseren Entschluss zu Papier gelegt. Die ganze Sache wird auch ernster genommen, als ich gedachte habe. Anzug und Krawatte waren zu jeder Zeit Pflicht und auch die Maedchen mussten professionell auftreten. In jedem Komitee wurden auch "Krisen" nachgespielt. So wurde unsere Sitzung ploetzlich unterbrochen, weil China angebelich in Afrika einmaschiert ist um zu "helfen." Also mussten wir unsere derzeitige Debatte unterbrechen und zuerst diese Krise bewaeltigen. Andere hatten es nicht so einfach. Ein Komitee aus 300 Abgeordneten wurde um 2 Uhr morgens aufgeweckt um eine Krisensitzung zu halten. Natuerlich im Anzug und proffessionell, so wie das in der realen UN auch passieren koennte. Insgesamt war es trotzdem eine sehr gute Erfahrung fuer mich. Nur haette ich es viel spannender gefunden ein Land zu vertreten, welches ich nicht vorher googlen muss und in einem Komitee zu sitzen, das mehr Relevanz in der Welt hat. Spass hat es trotzdem gemacht.

Am Sonntag Abend sind wir wieder nach Hause gekommen. Und am Montag ging es schon nach Orlando in den Urlaub. Um 4 Uhr morgens sind wir zum Flughafen gefahren und um ca. 10 sind wir in Orlando angekommen. Ich habe mich sofort in das warme Wetter verliebt. Eine meiner Gastschwestern arbeitet fuer Disney in Orlando und hat sich vor kurzem ein Haus gekauft. Meine anderen Schwestern sind aus Los Angeles angereist und so hatten wir einen tollen Familienurlaub. Fuer sieben Personen ist das Haus ein bisschen eng, aber so ist es super toll. Jeden Abend kann man das Feuerwerk von einem der vier grossen Disney Parks sehen. Am naechsten Tag fing der Urlaub dann endlich an. Wir sind zum Magical Kingdom gefahren, wo auch das beruehmte Disney Schloss steht. Dort gibt es auch jeden Abend das Feuerwerk ueber dem Schloss. Da Julia fuer Disney arbeitet, hat sie uns zu jedem Park kostenlos reingebracht. Sonst wuerde ein Park fuer einen Tag und fuer jede Person $100 kosten. Natuerlich war das nicht das erste Mal, dass meine Familie dort war, also wusste sie was lohnenswert zu sehen ist. An sich sind wir nur Achterbahnen gefahren, den ganzen Tag. Den Abschluss hat dann das besagte Feuerwerk ueber dem Schloss gemacht. Es war einfach atemberaubend. Wirklich, ich habe noch nie solche Raketen gesehen. Waeren wahrscheinlich illegal in Deutchland. Am naechsten Tag haben wir keinen Park besichtigt. Da das Haus neu ist, haben wir geholfen es einzurichten. Also ist nichts spannendes passiert. Am Mittwoch sind wir zum Animal Kingdom gefahren. Eigentlich habe ich eine Art Zoo erwartet, dem ist aber ganz und gar nicht so. Tiere waren auf jeden Fall dort, aber an sich nur in der Safari Zone, wo man eine Rundfahrt machen kann und Giraffen, Loewen, Zebras und Elefanten besichten kann. Sonst besteht der Park wieder aus Vorstellungen, Attrkationen und Achterbahnen. Wir sind ein bisschen frueher gegangen, um noch einen weiteren Park zu besichten. Hollywood Studios ist der dritte grosse Park, nur leider haben wir nicht viel davon gesehen. Unerwarteterweise hat der Park schon um 19:00 zugemacht und wir sind um 18:00 dort angekommen. An sich sind wir nur durch den Park gerannt um es noch zu zwei Attraktionen zu schaffen. Eine war eine indoor Achterbahn mit einem Looping im dunkeln. Das war echt super. Die andere hat mir gar nicht gefallen. Das war ein Turm mit einem Fahrstuhl. Man sitzt dort drin und faehrt hoch und runter, doch an machen Stellen bleibt er ploetzlich stehen und fuer einen kurzen Moment rast man im freien Fall runter. Wow, ich musste fast kotzen. An einigen Stellen ist die Fahrstuhltuer offen und es gibt Loecher in der Wand. So kann man den ganzen Park ueberblicken, waere man nicht mit schreien beschaeftigt. Danach war unsere Zeit auch um und wir mussten gehen. Am Donnerstag haben wir wieder mit dem Haus geholfen, also nichts richtiges gesehen. Den vierten und letzten Park haben wir nicht besichtigt. Das ist der Water Park, aber fuer den war es eh ein bisschen zu kalt. Am Freitag sind wir wieder abgereist. Insgesamt war es ein super toller Urlaub. Ich habe die Sonne genossen und gegen 25 Grad im Winter kann ich nichts sagen. Ich wueder aber nicht gerne im Sommer in Florida sein.
Seitdem kaempfe ich mich wieder durch den Schulalltag. Ich habe weiterhin gute Noten und Schule macht ausnahmsweise mal Spass. Bald haben wir endlich fuer eine Woche Spring Break und wahrscheinlich werden wir ein bisschen sightseeing in Chicago machen. Am Ende des Monats muesster der ganze Schnee geschmolzen sein. Diese -40 Grad windchill Tage waren aber auch anstrengend.

Mal sehen was noch in den letzten drei Monaten passieren wird. Jetzt ist Endspurt!
Henry

Samstag, 24. Januar 2015

Thanksgiving, Christmas, Happy New Year, Finals, My Birthday, It's About Time, 2nd Semester, Model UN, Disney

 


Austauschjahr 2014/2015 - Henry Goes USA  #9                                                      25.01.15

Die Einleitung lass' ich jetzt mal sein...
Ich weiss nicht warum die Textfarbe im letzten Eintrag so komisch ist und ich weiss nicht wie ich das wieder normal herstellen kann. Vielleicht kann einer von euch mir helfen? 

HOWEVER, darum geht es ja auch gar nicht. 
Jaha, denn ich bin BACK! Kaum zu glauben sowas. Dieser Henry.... ueberrascht immer und immer wieder...
Die letzten Monate habe ich mir einfach ein "bisschen" Zeit genommen und nicht viel von mir hoeren lassen. Zum einem gab es sehr viele Feiertage, zum anderen war ich einfach nicht motiviert. Mir geht es super und alles ist perfekt, nur hatte ich keinen Drang mich anderen mitzuteilen. Na ja, das hat sich jetzt aber geaendert und ich muss sehr viel nachholen. Sicherlich, es ist viel passiert! In Zukunft werde ich versuchen mind. 1x pro Monat etwas zu posten. Wenn nicht, erinnert mich daran!

Ach herje, wo fang ich bloss an. Erstmal etwas zum nachdenken schreiben.  

Ja, das ist das Problem wenn man Dinge aufschiebt. Man verliert die Kontrolle. (Henry Uzulis, 2015) Wie ironisch...

Am 27.11.14 haben wir Thanksgiving gefeiert. Darauf habe ich mich total gefreut, denn in Deutschland hoert man immer mal wieder davon, aber richtig feiern tut das niemand. Klar, ist auch ein amerikanischer Feiertag und kein deutscher. Trotzdem wollte ich schon immer wissen was man denn genau macht. Die Kurfassung: essen, schlafen, essen, schlafen... Ihr koennt diese Sequenz beliebig oft wiederholen. Da ist also fuer jeden etwas dabei. Aber im ernst, ich war noch nie in meinem Leben so voll. Deswegen muss man auch so viel schlafen. Alle unsere Verwandten im Umkreis sind gekommen. Also eine Schwester von meiner Gastmutter und ihre Familie. Dazu ist noch der Bruder von meinem Gastvater aus Kalifornien angereist. Wir waren eine tolle Gruppe und hatten viel Spass. Das Essen wurde schon frueh vorbereitet, damit es rechtzeitig auf dem Tisch war. Natuerlich gab es Truthahn. Das war dann aber auch das Einzige von dem ich vorher wusste. Dazu gab es Brot, Kartoffelbrei, normale Kartoffeln, Bohnen, Auflauf, Salate und viele verschiedene Sossen. Alles hat super geschmeckt und danach war ich einfach nur K.O, genau wie jeder andere auch. Der Kamin war an und alle haben sich einfach einen ruhigen Ort gesucht. Ich kann euch sagen, das war das beste Nickerchen. Ever. Mit vollem Bauch neben einen warmen Kamin einzuschlafen ist einfach nur genial. Der einzige Nachteil an diesem Fest ist, dass man fuer die darauffolgenden Wochen nur eines isst: Truthahn. Truthahnsalat, Truthahnsandwiches, Truthahnsuppe... alles war dabei. Ich kann's echt nicht mehr sehen. Mhh, bis zum naechsten Jahr! Der Freitag nach Thanksgiving ist Black Friday. Viele Sachen werden guenstig verkauft und dieser Tag ist ideal um einzukaufen. Wir, jedoch nicht alle, sind nach Chicago gefahren. Das ist Familientradition! Ich musste erstmal beruhigt werden als ich davon gehoert habe. In den Nachrichten hoert man immer von Leuten die wegen einem Toaster bei Walmart zu Tode getrampelt werden. Und wir fahren nach Chicago? Na toll. Letztendlich bin ich aber mitgekommen. Wegen ein bisschen "Todesangst" laesst man sich doch nicht seinen Tag versauen, oder? Und da es Tradition ist, habe ich einfach mal vertraut. Frueh am Morgen sind wir losgefahren, um noch einen Parkplatz zu bekommen. Alle waren ueberrascht, denn es war wirklich nicht voll. Immerhin waren wir auf der Haupteinkaufsstrasse, da habe ich schon ein bisschen mehr erwartet. Natuerlich waren wir nicht die einzigen, aber schlimm war es auch nicht. Wir hatten einen super Tag und ich habe Schals (?) fuer den halben Preis bekommen, also hat sich der Tag eh gelohnt. 
Zwischen Thanksgiving und Weihnachten ist eigenlich nicht so viel passiert. Alltag nennt man so etwas. Ich hatte gute und schlechte Tage (in der Schule), so wie jeder andere auch. Ich habe mich daran gewoehnt hier zu sein. So langsam kam dann die Weihnachtszeit. Wir haben geschmueckt wie die Verrueckten, aber das Ergebnis konnte sich sehen lassen. Die Tage wurden dunkler und dunkler und wir hatten leider keinen Schnee. Selbst in Indiana kann man nicht auf weisse Weihnachten hoffen? Zu diesem wichtigen Fest habe ich endlich meine neuen Schwestern kennengelernt. Leeann und Christy sind aus Los Angeles angereist und Julia kam aus Orlando. Alle sind erwachsen und arbeiten - mehr oder weniger - schon. Zwei Wochen mit ihnen war mir dann aber doch genug und ich bin froh einen Bruder zu haben. Ich hoffe das kam nicht ganz so boese wie ich es eigentlich meine. Jedenfalls sind diesmal beide Schwestern von meiner Gastmutter mit ihren Familien gekommen. Dazu kam Alexander zu Besuch, der deutsche Austauschschueler der vor zwei Jahren hier war. Also insgesamt sechs Eltern, sieben Kinder und drei Austauschschueler. Das Haus war VOLL! Am Morgen des 25.12.14 gab es nur wenig Geschenke. Zu diesem Zeitpunkt haben Julia und Karen's Schwestern gefehlt. Ein paar Tage spaeter ist Julia dann gekommen und wir hatten unsere erste Bescherung. Ich habe wirklich tolle Dinge bekommen und wir hatten eine tolle Zeit. Wieder ein paar Tage spaeter waren wir dann die besagte Anzahl an Personen und wieder gab es Bescherung. Und wieder habe ich tolle Dinge bekommen (schokoladenueberzogene chips) und wir hatten eine tolle Zeit, wer haette es gedacht. Aber wirklich, es war einfach schoen die ganze Familie 2.0 auf einem Fleck zu sehen. Einfach dieser Gedanke, dass ich all diese Menschen Familie nennen darf ist unbeschreiblich. Es bringt mich zum nachdenken was Familie eigentlich bedeutet. Koennen Eltern nur Menschen sein die dich auf die Welt gebracht haben? In keinem Fall ist dies eine Abstufung meiner richtigen Eltern, eher ein neuer Denkansatz fuer mich und vielleicht fuer euch. 
Silvester haben wir in der Kirche verbracht. Es gab eine kleine Feier, wirklich nichts besonderes. Leider ist Silvester nicht wirklich wichtig hier. Viele Leute gehen vor Mitternacht schlafen und gefeiert wird nicht. Das Feuerwerk war auch nicht wirklich da. Wahrscheinlich war dieser Tag der Tag, der mich am meisten enttaeuscht hat. Meine Erwartungen waren wahrscheinlich zu hoch. Dennoch hat es jeder erfolgreich ins Jahr 2015 geschafft. Dann hat es angefanen zu schneien und kalt zu werden. Toll, jetzt brauchte ich das auch nicht mehr...
Alle zwei Jahre werden professionelle Familienfotos gemacht. So auch dieses Jahr. Diese Fotos finden dann einen besonderen Platz im Haus. Eine super Tradition und ich glaube sie sehen sogar ganz gut aus. Demnaechst werde ich mein Album auf Facebook aktualisieren, wenn wir diese Fotos bekommen. Das sollte hoffentlich bald geschehen. 
So langsam kommen wir mehr und mehr in die Gegenwart. Endlich!
Nach Silvester ging es in der Schule schnell voran. Finals standen an. Das sind grosse Abschlusstests die nach jedem Semster geschrieben werden. Man hat 75 Minuten Zeit, wobei der Umfang des Tests vom Lehrer abhaengt. Die meisten sind aber 100 Fragen lang. Ankreuzen, selbstverstaendlich. Damit man nicht alle Finals an einem Tag schreiben muss, wurden sie auf drei Tage verteilt. So hatten wir zwei Finals am Mittwoch, zwei weitere am Donnerstag und drei am Freitag. Insgesamt bin ich mit meinen Noten sehr zufrieden. Ich hatte nur A's und B's, was ueber dem Durchschnitt ist. Mit den normalen Noten zusammengerechnet werde ich hauptsaechlich A+ und A haben. Mit den Finals wurde das 1. Semester abgeschlossen. Wir hatten ein langes Wochenende (drei Tage) und das 2. Semester fing an. Mein neuer Stundenplan sieht nun wie folgt aus:

1. Preparation for College and Careers 
2. Creative Writing
3. Government
Lunch
4. AP Psychology
5. Study Hall 
6. Interpersonal Relations
7. Themes in Literature 

Wieder habe ich die Chance genutzt, weder Mathe noch Naturwissenschaften zu nehmen. Davon braucht man echt mal 'ne Pause. Und wieder habe ich Faecher genommen, die es so in Deutschland nicht gibt, damit ich so viel wie moeglich mitnehmen kann. Besonders freue ich mich auf Creative Writing, da ich endlich an meinen Gedichten weiterarbeiten kann und mich verbessern kann. Es hilft auch kreativ zu bleiben und neue Techniken auszuprobieren. Uns bis jetzt sieht es sehr vielversprechend aus. In College and Careers werden verschieden Studiengaenge und Berufe vorgestellt. Sowohl bekannte als auch unbekannte Berufe werden besprochen und vielleicht werde ich etwas interessantes finden. Apropos Berufe, letztes Semester hatte ich Psychology als Fach. Es hat mich super interessiert und das tut es auch immer noch. Deswegen habe ich Psychology dieses Semster noch einmal genommen, nur diesmal schwerer. Advanced Placement (AP) heisst, dass alles ein bisschen schneller geht, mehr Tests geschrieben werden und alles intensiver behandelt wird. Im Grunde genommen ist der Stoff aber derselbe. Ich sehe diese Moeglichkeit als Herausforderung und ich werde Psychologie als Studiengang auf jeden Fall in Betracht ziehen. Insgesamt fokussiere ich mich dieses Semester auf lesen und schreiben, was meine Englischkenntenisse weiter voranbringen wird. 
Vor ein paar Tagen hatte ich meinen 17. Geburtstag. Somit habe ich 17 Jahre ueberlebt. Meines Wissens nach bin ich bis jetzt unsterblich. Es gab Kuchen und ein paar Geschenke. Wirklich nichts grosses. Ich war aber total zufrieden damit. In der Schule haben meine Freunde eine Ansage arrangiert und mir alles Gute gewuenscht. Es ist jetzt Ende Januar. Ich werde vorraussichtlich am 30. Juni wieder nach Deutschland fliegen. Das heisst: Halbzeit! Mir bleiben also noch 5 Monate und ich moechte diese nutzen so viel ich kann. Ich habe mir hier ein zweites Leben aufgebaut und ich liebe es. 
Was passiert also in der Zukunft? 
In zwei Wochen fahren Harry und ich fuer drei Tage nach Chicago. Ich habe schon von Model The UN erzaehlt. Das ist ein internationales treffen an dem, nun ja, Schueler die United Nations nachspielen. Was uns genau erwartet ist mir noch unklar. Ich glaube das ist eine gute Moeglichkeit neue Leute kennenzulernen und allgemein viel zu lernen. Gleich danach machen wir erstmal Urlaub. Wohin? DISNEYWORLD!!! Wir fahren fuer mehrere Tage nach Orlando, Florida zu Julia. Sie arbeitet naemlich fuer Disney. Aus der Kaelte raus und ein bisschen Sonne geniessen tut bestimmt ganz gut. Endlich kann meine Badehose auch ihren Nutzen erfuellen. 

Das war's dann erstmal wieder von mir. Ich hoffe ihr hattet Spass beim lesen und beim naechsten Mal erzaehle ich ueber Model UN und Orlando! Bis dahin!
Henry