Samstag, 16. August 2014

Ankuft in eine neues Leben!


Austauschjahr 2014/2015 - Henry Goes USA #6                                          16.08.14

 Hahallihallo Leute!

Dieser Blog ist für meine Familie und für meine Freunde. Hier werdet ihr über die neusten Ereignisse informiert, die mein Austauschjahr 2014/2015 in Valparaiso, IN, USA betreffen!
Ich werde immer dann schreiben, wenn etwas neues ansteht.  


Seit 9 Tagen bin ich jetzt hier. Ist es gut? Ja. Wie ist deine Familie? Super. Wann geht die Schule los? Bald. Schon eingelebt? So ziemlich. Irgendwelche Probleme? Noch nicht. Vermisst du Deutschland? Nicht wirklich. Kommt vielleicht noch. Die Sprache? Manchmal langsam, aber verstaendlich. Schon Freunde gefunden? Ja. Und sonst so? Alles cool. 

Die etwas laengere Version: (Sorry, ich habe auf der amerikanischen Tastatur keine Umlaute und irgendwie die Einstellungen zu aendern ist mir zu kompliziert). 
Also los geht's! 
Nach einem eigentlich ruhigen und langweiligen Flug sind einige andere Austauschschueler und ich in Chicago angekommen. Ich musste um 4 Uhr morgens aufstehen, aber besonders viel schlafen konnte ich eh nicht. Aufregung und so. Die Zeit die ich geschlafen habe, war daher umso besser. Und ich hatte ja genug Zeit im Flugzeug. Da nun jeder woanders hinmusste, haben wir uns getrennt. Zum Glueck musste noch eine andere ATschuelerin, genau wie ich, nach South Bend. Ein kleiner Ort mit einem kleinen Flughafen, dieser ist aber viel besser mit dem Auto zu erreichen als Chicago. Fast 3 Stunden haben wir fuer einen 30 Minuten Flug gewartet. Na ja, was solls. Wir schreiten also aus dem Flugzeug und wurden mit Blumen und Scheinwerfern empfangen. Tausende Menschen jubelten uns zu... nagut, nicht wirklich. Eigentlich musste ich dringend auf die Toilette. Jedenfalls haben wir dann unsere Koffer geholt und da standen sie: Mein Gastvater und mein Mit-ATS Harry aus China. Ich, total am ausrasten (im positiven Sinne), weil ich endlich angekommen bin und die beiden zum ersten Mal sehe, falle beiden um den Hals. War schon ein bisschen komisch. Ich kannte die beiden nicht wirklich, aber wusste, dass ich zu ihnen gehoere. Meine ersten Worte waren auf deutsch, bis mir dann aufgefallen ist, dass ich damit nicht sehr weit kommen werde. Es ist schon eine gewaltige Umstellung. Besonders Probleme mit Englisch hatte ich nie und ich kann mich bis jetzt sehr gut verstaendigen. Wenn ich dann nicht deutsch rede. Es hat mich sogar jemand gefragt, ob ich aus Minnesota komme. Ich nehme das einfach als Kompliment. Relativ muede bin ich dann in Valparaiso oder Valpo angekommen. Das Haus ist gross und wir haben sehr viel Platz. Ich habe mein eigenes Zimmer und ein eigenes Bad. Die ersten wichtigen Fragen wurden auch ohne zu fragen beantwortet. "You can call us Mom and Dad. You can eat everything in the fridge except things with a big NO on it." Super. Es ist schon komisch nahezu fremde Menschen Mom und Dad zu nennen, besonders wenn ich meine richtigen Eltern erst vor ein paar Stunden verabschiedet habe. Aber mittlerweile fuehle ich mich in die Familie integriert. "Fremd" sind sie auch nicht mehr. Und wo ist eigentlich Mom? Zu dem Zeitpunkt war sie gerade in Kalifornien um ihre Kinder zu besuchen. Ich habe sie dann ein paar Tage spaeter kennengelernt. Beide sind super freundlich und zuvorkommend. Genau wie Harry. Jeden Tag nach dem Abendessen spielen wir zusammen Karten. Schon jetzt haben wir ein gutes Familienleben und trotzdem habe ich noch genug Zeit alles zu verarbeiten. Besser haette es mich wirklich nicht treffen koennen. Ich bin sehr zufrieden und gluecklich. Und mir geht es gut. Trotzdem ist vieles noch ungewohnt und es ist echt anstrengend, genau weil alles neu ist. Niemand hat solch komische Steckdosen oder Lichtschalter.  Passt sehr gut, dass ich meinen Adapter vergessen habe. Vor ein paar Tagen hatten Harry und ich einen Termin in der High School. Man braucht wirklich nur 5 Minuten mit dem Fahrrad dorthin. Aus mind. 200 verschiedenen Faechern konnten wir uns welche aussuchen. Und im 1. Semester habe ich andere Stunden als im 2. Halbjahr. Die Auswahl viel trotzdem schwer. Ich habe sehr viel englische Literatur, Geschichte und andere Sozialwissenschaften. Ich werde Senior sein. Vielleicht war es doch keine so gute Idee Mathe abzuwaehlen, aber ich wiederhole die 11. Klasse sowieso in Deutschland. Also geniesse ich das Jahr umso mehr. Ich habe mein eigenes Schliessfach bekommen und wir haben uns die Schule angeguckt. Ohne eine Karte haette ich mich verlaufen. Schon die Turnhallen (Hallen!) und das Theater innerhalb der Schule sind groesser als meine gesamte Schule in Deutschland. Zumindest scheint es so. Mal ganz abgesehen von den Aussenanlagen. Ausserdem gibt es im Keller der Schule ein Schwimmbecken und eine grosse Bibliothek. Am Mittwoch (20.08.14) ist mein erster Schultag. Das wird super! In der Zwischenzeit machen wir ein paar Erledigungen und ich lerne weiter ein amerikanisches Leben kennen.
Schon nach 9 Tagen hier kann ich sagen, dass dieses Jahr bestimmt einer meiner besten Entscheidungen war. Jeden Tag lerne ich etwas neues. Meine ersten Eindruecke sind sehr positiv und ich wurde super empfangen. Es geht mir gut und ich gebe weiter mein Bestes! 

Euer Henry

Montag, 4. August 2014

Abschied nehmen 


Austauschjahr 2014/2015 - Henry Goes USA #5                                          04.08.14

 Hahallihallo Leute!

Dieser Blog ist für meine Familie und für meine Freunde. Hier werdet ihr über die neusten Ereignisse informiert, die mein Austauschjahr 2014/2015 in Valparaiso, IN, USA betreffen!
Ich werde immer dann schreiben, wenn etwas neues ansteht.  

 
An der Schwelle

Ich bin an einer Klippe
Und nehme Abschied von allem
Bin müde und bedrückt
Und trotzdem voller Energie


Wäre fast gefallen
Und für immer verloren
Doch du hast mich genommen
Und nicht aufgegeben


Irgendwann war es so weit
Ich musste weiter den dunklen Gang
Bis ein kleiner Lichtstrahl kommt
Und mein Herz berührt


Die Zeit ging schnell vorbei
Mit Tiefen und Höhen
Habe viel gelernt
Und noch mehr gefunden


Ich bin an einer Klippe
Und nehme Abschied von allem
Bin neugierig und froh
Und trotzdem voller Schmerz